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(12. April 2010) 

 

Ui ich kann euch sagen, die letzte Woche war einfach irre. Es gab Nachwuchs bei den Mutterkühen und das nicht nur einmal, nein gleich 3 Geburten! Aber erst mal der Reihe nach...

 

Komme ich am Ostersonntag in den Stall und wer ist denn da schon stackselig auf den Beinen? Ein kleines Kälbchen hat vor wenigen Stunden das Licht der Welt erblickt. Mami Nelly ist wohlauf und die Kleine ruht sich nach den ersten Gehversuchen erst mal aus:

 

Die Namen der Kälber beginnen jeweils mit dem Anfangs Buchstaben der Mutter und ich durfte einen Namen für das Kleine aussuchen. Da kam mir natürlich mit dem Buchstaben N sofort Nina in den Sinn (@Nina Brunner... ja, ja... habe ich sofort an dich gedacht...)

 

Also Klein Nina hat's schon faustdick hinter den Ohren. Während andere Kälber noch schön bei Mutti Schutz suchen geht sie öfters auf Erkundungstour und hätte der Stall keine Wände müssten wir sie wohl in Winterthur Downtown City suchen. Sie hält Mami Nelly ganz schön auf Trab.

 

 na, na, na... wo willste denn jetzt wieder hin...?


 

schön bei Mami bleiben... 

 

ach man... scheiss Spiel...

 

... dann beschäftigen wir uns eben mit dem Strohhaufen... (huch da liegt ja noch wer drunter)

 

 

Gehn die Kühe mal auf die Weide: 

 

 ... kann es auch mal vorkommen, dass Nina den Anschluss verpasst da sie mal wieder herumstrolcht. Aber wir sind ja nicht nur Hofarbeiter sondern auch Babysitter und bringen das Kleine brav zu Mutti auf die Weide:


 

Einen Tag später war es auch bei Mami Arena soweit und Aline kam auf die Welt:

 

 

 

 

Arena frisst hier soeben ihre Nachgeburt:

 

Das sind die Häute, in denen das Kalb herangewachsen ist. Es war das Verbindungsstück zwischen Mutter und Kind während der Schwangerschaft. Denn beide hatten einen eigenen Blutkreislauf. Das Nachgeburtfressen haben unsere Haustiere eigentlich nicht mehr nötig, aber Geri versucht die Tiere so natürlich wie es ihm möglich ist zu halten. In der Natur wäre die Nachgeburt nämlich für die Feinde der Rinder eine Menükarte. Das bedeutet ja, dass da noch ein hilfloses Neugeborenes in der Nähe ist. Ausserdem enthält die Nachgeburt viele wertvolle Stoffe. Das ist das einzige Mal, wo ein Wiederkäuer Fleisch frisst.

 

Ja und weil's so schön war kalbert am Donnerstag Abend auch noch Flurina. Es ist die erste Geburt bei welcher ich dabei bin, denn sie erfolgte nicht in der Nacht sondern am frühen Abend.

Normalerweise erscheinen die Vorderbeine des Kalbes zuerst. Hier jedoch kam die Zunge erst zum Vorschein und das beunruhigte Geri enorm. Bis zu den Schultern stecken seine Arme in der Kuh und versucht mühevoll die Beine der Kleinen in die richtige Richtung zu platzieren.Nach einiger Zeit gelingt es ihm dann auch jedoch ist Flurina bereits sehr erschöpft, es scheint eine strenge Geburt zu werden.

Wir legen zwei Geburtsstricke um jedes Bein und ziehen wie die Ochsen, doch die Mutter presst zu wenig und es beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Wir ziehen und ziehen und ziehen und bis zu den Schultern haben wir das Kleine schon draussen doch es geht nicht weiter.Jetzt hat das Kalb aber nur noch wenige Augenblicke Zeit bis es seinen ersten Atemzug machen muss. Die Nabelschnur wird nämlich bei der Geburt so stark gequetscht, dass kein Blut und somit auch kein Sauerstoff mehr hindurchfliessen kann und es kommt nun der kritische Moment. Wir ziehen nochmals mit aller Kraft... Schon haben wir die Befürchtung, dass es zu spät ist und die Kleine infolge Sauerstoffmangel stirbt. Geri schmiert mit dem Fruchtwasser die Schultern des festgesteckten Kalbes nochmal ein und wir versuchen es erneut mit aller Kraft. Jawohl... es kommt - geschafft!

Nun ist das Neugeborene da und wir müssen sehen, dass es fit wird. Als erstes wird der Schleim aus den Nasenlöchern gestreift. Es röchelt noch ein wenig. Geri hält es verkehrt herum hoch und ich klopfe ihr kräftig auf die Lungen damit der restliche Schleim sich löst. Dann reiben wir es kräftig ab um den Kreislauf in Gang zu bringen. Juhu es lebt... knapp am Tod vorbei und deshalb wird es Felicia (lat. = die Glückliche) getauft. Mami ist sehr erschöpft und wir bringen die Kleine zu ihr: 


 

Erst einmal ist Ruhe angesagt und wir lassen Mutter und Kalb alleine.

 


Felicia hängt schon gut an der Milchbar und kommt von Tag zu Tag zu Kräften:


 

Im Kuhstall kam neues Leben zur Welt und im Kaninchenstall fallen 3 junge Häschen zum Opfer. Nein nicht eines natürlichen Todes und nein... nicht von einem Marder und nein kein Iltis und kein Fuchs - es war eine der Hauskatzen!! Und zwar die schwarz, weisse auf der linken Seite im Bild:


Dieses Biest... !!!! Bis anhin mochte ich ja Katzen aber jetzt... grrr....!!

 

Mami Hasi scheint bereits ein neues Nest vorzubereiten wie man hier am Stroh/Heutransport erkennen kann: 

 


 

Sie hat nämlich den Eingang eines Harrasses mit Stroh verschlossen und weitere Babys geboren. Nach 18 Tagen verlassen die Jungen erstmalig das Nest und nach ca. 1 Monat sind sie bereits auf sich selber gestellt. Es kann also durchaus vorkommen, dass eine Hasenmutter nach dem ersten Wurf gleich nochmals Junge wirft.

 

Ja und unser Salat der wächst auch schon ganz schön:

 

 

 und auch die Radieschen gucken schon aus der Erde raus:


 

Die letzte Woche stand also ganz im Zeichen des Neubeginns. Sehr eindrücklich...

 

Sehe euch nächste Woche wieder auf demselben Kanal und es grüsst die Hebamme Ramona.         

12.4.10 14:07
 


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